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Klug durch E-Learning?

E-Learning-Markstudie. Von Peter Littig, DEKRA Akademie und Bianca Schwiering, Maisberger

Die neueste Marktstudie der DEKRA Akademie beleuchtet das "Wunderkind" E-Learning aus zwei konträren Perspektiven - aus Sicht von Personalverantwortlichen und Anwendern gleichermaßen. Die Unternehmensberatung Maisberger befragte dazu Unternehmen der Dienstleistungsbranche wie beispielsweise Finanzdienstleister, IT- und Unternehmensberater sowie die öffentliche Verwaltung. Das Ergebnis der Befragung ist ein schonungsloser Abgleich der Erwartungen an E-Learning mit der Realität in der betrieblichen Weiterbildung.


Titel:

Klug durch E-Learning?

Bestellnummer:

60.01.349

Preis:

€ 24,90

Bestellmöglichkeit:

Wissenschaftlicher

Bertelsmann Verlag

Tel: (0521) 91101-11

E-Mail: service@wbv.de

Der Studie zu Folge setzen bisher lediglich 50 Prozent der befragten Unternehmen auf E-Learning. Das Training übers Inter- bzw. Intranet wird überwiegend als Ergänzung zu den traditionellen Präsenzseminaren eingesetzt. Trotz der Zeit- und Kostenvorteile, die E-Learning verspricht, sind sowohl Personalleiter als auch Anwender skeptisch: Ihrer Meinung nach sind viele wichtige Skills wie beispielsweise Teamfähigkeit und Führungskompetenz ohne persönlichen Kontakt nicht bzw. nur schwer erlernbar. E-Learning eignet sich nach Meinung aller Befragten insbesondere für die Vermittlung themenspezifischer Informationen sowie der Vor- und Nachbereitung dieser Lerninhalte. Persönliches Lernverhalten und praxisbezogenes Coaching profitieren ihrer Meinung nach nicht vom Online-Lernen. Eine Auffassung, die auch der Markt widerspiegelt: E-Learning-Programme, die den Anspruch haben, soziale Qualifikationen zu vermitteln, werden zwar häufig angeboten, in den Unternehmen aber noch selten eingesetzt. Gefragt sind zukünftig Weiterbildungsprozesse, in denen das virtuelle Klassenzimmer lediglich ein Teil des Gesamtkonzeptes ist. Die Studie prognostiziert deshalb auch langfristig keinen bedeutenden Anstieg beim Einsatz von E-Learning.


Die Studie der DEKRA Akademie zeigt: Das Wunderkind E-Learning kann nur begrenzt leisten, was von ihm erwartet wird. In Zukunft wird es deshalb verstärkt darum gehen, zu entscheiden, wie, wann und wofür E-Learning im Unternehmen nutzbringend eingesetzt werden kann. Die Grundvoraussetzung dafür ist jedoch eine anwenderfreundliche Technik und ein reflektiertes mediendidaktisches Konzept - was bisher jedoch nicht von allen E-Learning-Anbietern gewährleistet wird. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass nach dem "Technik-Hype" der letzten Jahre nun eine verstärkte Diskussion um die methodisch-didaktischen Anforderungen an das elektronische Lernen einsetzen muss.