Kommunikation, die Werte schafft - Maisberger

“Servus“ Losgröße 1 und Willkommen im Team Mensch-Roboter

Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) bedeutet nichts anderes, als das Beste aus zwei Welten zusammenzuführen. Im Ergebnis tun Mensch und Maschine dann nämlich jeweils das, wofür sie am besten geeignet sind. Die Schwächen des einen werden durch die Stärken des anderen ausgeglichen – und wahre Mehrwerte geschaffen.

Immer neuer, immer schneller, immer vielfältiger: Das „mehr“ ist unlängst zum tonangebenden Leitmotiv in unserer Gesellschaft avanciert. Das gilt auch für Trends hinsichtlich Konsum und Produktion. Im ständigen Rennen darum, stets das neueste und innovativste Produkt zu liefern, oder auch nur den geringsten Vorsprung zur Konkurrenz zu gewinnen, ist das Ringen um Kundschaft und Marge vom weltweiten Wettbewerb zum reinsten Wettrüsten geworden. Man denke nur den scheinbar endlosen Innovationswettlauf der weltbekannten Elektronikhersteller Apple und Samsung.

Losgröße 1 – Eine neue Herausforderung für die industrielle Fertigung

Während die Produktvielfalt zunimmt und Produktzyklen kürzer werden, überlastet die daraus resultierende Konsumflut immer mehr Menschen. Individuelle Produkte rücken bei den Konsumenten daher wieder verstärkt in den Fokus. In Abkehr von der Wegwerfgesellschaft und Schnelllebigkeit legen sie wieder mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Einzigartigkeit. Somit nimmt die Nachfrage nach originellen, lokal hergestellten Artikeln, die sich von der „grauen Masse“ absetzen, nimmt zu: eine Chance für die Mensch-Roboter-Kollaboration.

Für Hersteller ist diese Situation Herausforderung und Gelegenheit zugleich. Einerseits sind sie gefragt, individuellere Produkte anzubieten. Das bedeutet kleinere Stückzahlen bei gleichzeitig größerer Variantenvielfalt. Fertigungslinien müssen hierfür flexibel und schnell für die Montage kleinerer Chargen individueller Artikel umgerüstet werden können. Kollaborierende Roboter sind der Schlüssel, um diesem Trend gerecht zu werden. Darüber hinaus bergen bezahlbare, flexible und leicht zu bedienende Automationslösungen besonders für kleine und mittelständische Hersteller großes Potenzial. Ihr Einsatz bringt nicht nur die notwendige Flexibilität, um mit Marktveränderungen Schritt zu halten. Ein höheres Level an Automatisierung stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit und ermöglicht es vielen Unternehmen dadurch, ihre Produktion „lokal“ zu halten und im Idealfall sogar, bereits ins Ausland outgesourcte Prozesse erfolgreich zurückzuholen.

Warum MRK? – Weil es um Flexibilität und neue Gestaltungsmöglichkeiten geht

Prinzipiell gilt: Je feinteiliger Fertigungsprozesse werden, desto eher stoßen althergebrachte Industrieroboter an ihre Grenzen. Ein klassisches Beispiel hierfür findet sich in der Automobilmontage. Sind im Rohbau rund 95 Prozent der Prozesse automatisiert während gerade einmal noch fünf Prozent manuell erledigt werden, kehrt sich dieses Verhältnis in der Endmontage um: 95 Prozent der Arbeitsschritte sind dort noch Handarbeit.

Doch kollaborierende Roboter (so genannte Cobots) können nicht nur den großen Industrieunternehmen an jenen Stellen helfen, an denen die traditionellen Roboter zu „Grobmotorikern“ werden. Besonders interessant sind MRK-Lösungen für kleine und mittelständische Industrieunternehmen. Diese stellen eine der wichtigsten Zielgruppen für diese Technologie dar, da klassische Automatisierungslösungen für sie bislang zu teuer, zu groß und zu unflexibel waren.

Erst die MRK birgt die große Chance, Fertigungsaufgaben zwischen Mensch und Roboter aufzuteilen und aus diesem Sparring ein Optimum aus Investition und Betriebskosten zu erzielen. Kollaborierende Roboterapplikationen sind in der Regel nicht nur in der Anschaffung günstiger. Hinsichtlich der schnellen und einfachen Umrüstungen auf neue Aufgaben oder andere Produkte rechnen sie sich gleich doppelt – insbesondere bei der Fertigung mit vielen Varianten und kleinen Losgrößen.

Willkommen Team Mensch-Roboter

Somit ebnen Cobots jenen Betrieben mit besonders volatiler Fertigung einen neuen Weg, ihre Fertigung auf technischem Spitzenniveau zu automatisieren und damit kostensparend die eigene Wettbewerbsposition zu sichern. In dem Maße, in dem die Produktion aufgrund größerer Produktvielfalt und kleinerer Chargen komplexer wird, steigen auch die Anforderungen an Automationslösungen. Dank der direkten Kollaboration von Mensch und Roboter hält die Automatisierung heute jedoch auch in Bereichen Einzug, in denen vor wenigen Jahren noch undenkbar war. Dort unterstützt der Roboter den Menschen sinnvoll bei Tätigkeiten, die für ihn körperlich anstrengend oder gefährlich sind – und das rechnet sich in jedem Fall. 

 

Die Mehrwerte der MRK richtig kommunizieren

So viele Vorteile die Mensch Roboter Kollaboration besonders für kleine und mittelständische, produzierende Unternehmen also haben kann, sind viele davon noch nicht endgültig in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Vielmehr halten sich hingegen noch zahlreiche Vorurteile gegenüber der neuen Technologie vor. Dominant sind hierbei besonders die Fragen: „Nehmen Roboter den Menschen Arbeitsplätze weg?“ oder „Sind kollaborierende Roboteranwendungen wirklich sicher?“

Hier Akzeptanz zu schaffen, ist aus kommunikativer Sicht in erster Linie eine Frage einer gezielten Marktpositionierung. Ein strategischer Kommunikationsansatz hilft Roboterherstellern nicht nur, die USPs ihrer Produkte exakt zu identifizieren und zu formulieren, sondern auch Kernbotschaften daraus abzuleiten und diese zielgruppengerecht zu vermitteln: Hierbei gelingt eine nachhaltig positive Positionierung und die Überwindung von Ängsten und Vorurteilen insbesondere dann, wenn das komplexe Thema MRK und die damit verbundenen Hightech-Lösungen, einfach und lebensnah in Praxisbeispielen erklärt und greifbar gemacht – kurzum in den richtigen Content übersetzt werden.

 

 

… beispielsweise am Fall der FME Feinmechanik AG

So zeigt beispielsweise der einfache Blick in den Alltag der FME Feinmechanik AG sehr schön, wie sehr der Einsatz kollaborierender Roboter kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen kann, ihre Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und gleichzeitig das Vorurteil „Roboter nehmen Jobs weg“ Lügen straft:

Als kleiner Zulieferbetrieb in der Präzisionsmechanik und Medizintechnik aus der Schweiz war Automationstechnologie bei FME lange Zeit undenkbar. Traditionelle Industrieroboter waren zu groß, zu teuer und zu gefährlich.

Doch gleichzeitig ist das Unternehmen aufgrund des vielseitigen Produktportfolios auf eine hohe Flexibilität in der Produktion angewiesen. Denn vom Prototyp zur Serie bis hin zur einbaufertigen Baugruppe stellt das Unternehmen eine große Bandbreite an Teilen her. Diese ist so unterschiedlich wie die zu produzierenden Stückzahlen, die von 50 bis 10.000 Stück variieren können.

Steigender Preisdruck, eintönige und mühsame „Handarbeiten“ – beispielsweise den ganzen Tag hindurch alle 13 Sekunden eine Gewindehülse in eine Maschine zu legen oder 7.000 Gewinde per Hand zu reinigen – und der Wunsch, größere Stückzahlen produzieren zu können, überzeugten das Unternehmen schließlich von einer Investition in die Mensch-Roboter-Kollaboration.

Heute gehören ein fest installierter UR10 Roboter sowie ein mobiler UR5 Roboter von Universal Robots zum Unternehmen und übernehmen dort alle mühsamen arbeiten und sogar unbemannte Nachtschichten. Dank der Roboterarme ist die Produktion somit nicht nur flexibler. Die Automatisierung hat noch für weitaus einschneidendere Veränderungen im Unternehmen gesorgt: Durch die Verdreifachung der Produktivität und wettbewerbsfähigere Preisgestaltung haben die Roboter sogar die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter notwendig gemacht.

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